|
Das Meer, diese weite, zusammenhängende Wasssermasse, die die ganze
Erde umschliest, berherbergt Tausende
von Lebewesen. In der Welt des Wassers
gibt es keine Grenzen. Einzige
Einschränkung bei der Wanderung und beim Sesshaftwerden der Organismen ist die
richtige chemische Zusammensetzung des Wassers, d.h. die für die Natur der
Tiere geeignete Lebensmöglichkeit. In dieser Welt haben die Organismen verschiedene, oft sehr
spezialisierte, Methoden des
Selbstschutzes adoptiert. Die Schaffung einer widerstandsfähigen, befestigten
Wohnung ist immer eine sehr gute Lösung. Würmer, Krebse, Rankenfüsser und
Weichtiere, alle bauen von den ersten Lebensstadien an eine Wohnung oder ein
Aussenskelett, um dort zu leben oder um sich für den Zeitraum ihres Lebens zu
schützen. Da sie jedoch wachsen, sind sie gezwungen, die Wohnung bzw. ihren
Schutz zu vergrössern.
In der Ausstellung „ Muscheln und Meer „ lernt der Besucher die Weichtiere und ihre
Wohnung kennen, also die Muschelschale
oder das Schneckengehäuse. Ihre beeindruckende Farben - und Formenvielfalt hat schon sehr früh, von der Altsteinzeit an,
das Interesse des Menschen gewonnen.
Die Muscheln verbergen viele Geheimnisse. Mit den
richtigen Kenntnisssen und Techniken erlauben sie uns, die ständigen
Veränderungen, die seit vielen Jahrmillionen auf unserem Planeten
stattfinden, zu begreifen. Die
Beschäftigung mit ihnen gibt uns viele Informationen zur Entwicklung des
Lebens, der weltweiten Klimaveränderungen, des Alters der verschiedenen
geologischen Erdschichten und der geologischen Entwicklung der Erde. Aus diesen
Gründen gelten sie in der Gegenwart als
eines der besten wissenschaftlichen
Werkzeuge bei paläontologischen, geologischen,
archäologischen,
biologischen sowie
umweltlichen Forschungen.
|